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Reste, die zu neuen Gerichten werden

Kartoffeln von gestern sind Bratkartoffeln, Reis ist gebratener Reis, Brot ist Knödel. Absichtlich mehr kochen ist ein Plan, kein Fehler.

Die deutsche Küche ist eine Resteküche — die Hälfte der Klassiker ist aus dem entstanden, was am Vortag übrig war. Wer das einplant, kocht am Montag einmal und isst davon dreimal.

  • Salzkartoffeln → Bratkartoffeln, Bauernfrühstück, Kartoffelsalat, Kartoffelpuffer, Püree
  • Reis → gebratener Reis mit Ei, Reissalat, Reispfanne
  • Nudeln → Nudelauflauf, Nudelsalat, in Butter gebraten mit Käse
  • Altes Brot → Semmelknödel, Arme Ritter, Croûtons, Semmelbrösel, Brotsalat, überbackenes Käsebrot
  • Braten → Brotbelag, Soljanka, Gulaschsuppe, Fleischsalat
  • Pfannkuchen → Flädlesuppe, gefüllt und überbacken
  • Gemüsereste → Eintopf, Auflauf, Gemüsepfanne, Suppe püriert
  • Knödel und Klöße → in Scheiben in Butter gebraten, mit Ei
  • Rotkohl, Sauerkraut → aufgewärmt besser als frisch; einfrieren.